Intensiv oder nichtintensiv
 


Beim wilden Kanariengirlitz gibt es keine Intensiven, die Hähne erkennen wir durch das rein geschlechtsspezifisch leuchtendere Lipochrom.
Die Mutation Intensiv hat vermutlich durch ein Versehen die spanischen Klöster vor 500 Jahren verlassen.
(wir erinnern uns:
Damals wurden nur Hähne verkauft um das Zuchtmonopol nicht zu verlieren.)
Vermutlich hat die erste Henne in der Mutation intensiv -praktisch als Hahn getarnt- erst die Zucht außerhalb der Klöster ermöglicht.





Der Unterschied beim Melaninvogel






Die Unterscheidung beim aufgehellten Vogel:

 
(Links der B-Vogel, rechts der A-Vogel)
 



Und die Ursache:



 




Es sind mehrere Bezeichnungen für A+B gebräuchlich:

A = intensiv
B = nichtintensiv oder Schimmel


Es ist immer ein A- mit einem B-Vogel zu verpaaren und es ist zu bedenken, das es bei AxA-Verpaarungen zu einem 25%igen Letalfaktor kommt.
D.h. 25% der Jungen aus einer AxA-Verpaarung sind (von der theorie her) nicht lebensfähig und kommen nicht aus dem Ei.
Eine AxA-Verpaarung gibt zu kurz befiederte Jungtiere mit zu harter Feder mit einer schlechten Gefiederqualität.
Weiterhin kann die Brust  der Tiere aus solchen AxA Verpaarungen oftmals unbefiedert sein.
Eine BxB-Verpaarung führt zu losem Gefieder und zu höherem Schimmelanteil im Gefieder.

Hier kurz die Vererbungsregeln zu AxB:


AxB =
50% A Vögel
50% B Vögel

AxA =
25% B Vögel
50% A Vögel
25% doppelfaktorige A Vögel, die vor dem Schlupf sterben

BxB =
100% B Vögel


Der Faktor Intensiv ist auch immer mit einer kürzeren und härteren Feder verbunden und nur die Kombination mit den nichtintensiven Vögel hilft zu einer gleichbleibend guten Federqualität.