Sand
 

 


 

Sand ist zwar der Klassiker, aber hat viele Nachteile.
Ich großen Zuchtbetrieben ist der aufgewirbelte feine Sand nicht nur eine starke Feinstaubbelastung für unsere Vögel, sondern auch für uns Züchter.
Wie bei mir ist es vielen Pflegern garnicht möglich, ihre Vögel auf Sand zu halten.
Ich habe in Zuchtstuben mit Sand als Bodengrund innerhalb kürzester Zeit starke Asthmaprobleme und kann mich wiederum in Zuchtstuben mit 400 und mehr Vögeln tagelang nachhaltig ohne Probleme aufhalten.
Weiterhin nimmt ein Passivbodengrund wie Sand keine Feuchtigkeit auf wie Buchengranulat.
Die oben zu sehenden Gritanteile in dem fertig gekauften Sand kommen nicht auf die Wertigkeit des Mehrkompenentengrit von Witte Molen herran.
Wer nicht auf Sand verzichten möchte, der kann sich Aquariensand von Hornbach holen und in den Bodenschubladen etwas Grit von Witte Molen aufstreuen oder besser getrennt reichen.
Der Aquariensand ist etwas gröber und staubt nicht so arg.

 





Hugro (Hanfstreu)


 


 

 

Hugro ist schon seit einem Artikel im Kanarienfreund vor etwa ...20? Jahren relativ bekannt und wird seit dieser Zeit von einigen größeren Züchtern verwendet.
Es besteht aus mehrfach gereinigten Hanffasern aus biologischem Anbau.
Hugro hat bei Feuchtigkeit einige Vorteile gegenüber dem Buchenstreu.
Hugro kann kompostiert werden oder dient im Garten als Mulch unter Sträuchern,
lässt sich also gut im eigenen Garten entsorgen.



 


Buchenspäne



Eine mittlerweile häufige Methode ist Buchengranulat.
Buchengranulat aus dem Anglerbedarf (eigentlich zum Räuchern) und aus dem Vogelzubehör ist staubfrei und bietet daher Vorteile gegenüber dem Sand.
Geruchlich gibt es durch Buchengranulat auch enorme Vorteile wenn im Haus gezüchtet wird.
Wichtig ist hierbei eine zusätzliche Gabe von Vogelgrit.
(siehe Zusätze)
Eine günstige Bezugsmöglichkeit findet man bei Hungenberg HIER
oder für die Angler bei TopRauch HIER
Viele Zooläden bieten auch CHIPSY Medium (15 KG) an, hier finden wir eine einfache Möglichkeit auch online oder im nächsten Zoofachgeschäft an einen geeigneten Bodengrund zu kommen.
Einen Nachteil gibt es hier auch, werden die Buchenspäne leicht feucht, so muß umgehend der Bodengrund getauscht werden.
Eine Einsatzmöglichkeit in unbedachten Volieren ist daher nicht gegeben.
In meiner bedachten Freivoliere verwende ich nur Buchenspäne.
Ich benutze die Buchenspäne nach der Verdendung in Voliere/Zuchtbox als Mulch für Sträucher im Garten.
Buchenspäne mkompostieren sehr schnell und verbessern den Boden.
Wegen des Anteiles an Vogelkot (hoher Stickstoffanteil - Dünger) nicht unter Nadelbäume oder Buchsbaum ausbringen.


Kleintierstreu

 


Kleintiestreu ist auch eine Alternative.
Diese Lösung ist sehr günstig und wird auch von einigen Züchtern mit hochwertigen Tieren praktiziert.
Vogelhalter in größeren Städten ohne eigenen PKW haben beispielsweise die Möglichkeit so Bodengrund zu beschaffen, denn das Kleintierstreu wiegt wenig und ist praktisch überall erhälltlich.
Allerdings hat schon mein Vater feine Holzspäne wegen der Gefahr der Aufnahme und damit verbundenen Verdauungsproblemen abgelehnt und entsprechend ist das für mich persönlich auch keine Alternative.



Gitterboden

 


Bei meiner kleinen Zucht kommt eine Haltung auf Gittern nicht in frage.
Es gehört zum sozialen Verhalten der Vögel, in Gruppen auf dem Boden nach allerlei Fressbaren zu suchen.
Bei großen Zuchten ist es aber nicht mehr praktikabel, mit Bodengrund zu arbeiten.
Daher wird hier mit Gittern gearbeitet und unter dem Gitter befindet sich Papier.
Im Südeuropäischen Raum ist die Haltung auf Gitterböden die häufigste Haltungsform.